Fastenkultur - Fasten mit allen Sinnen
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FAQ - Wichtige Fragen zum Fasten

  1. Was ist der Unterschied zwischen Fasten nach Dr. Buchinger und einer Nulldiät?

Bei der "Null-Kalorien-Diät" wird nur Wasser und Tee verabreicht. Ein Begleitprogramm ist nicht Teil der Methode. Beim Buchinger-Fasten hingegen werden täglich etwa 3 Liter Flüssigkeit in Form von Kräutertees, Frucht- und Gemüsesäften mit insgesamt 250 - 400 Kalorien zugeführt. Zudem begünstigen ein intensives Rahmenprogramm mit Bewegung, Entspannung und weiteren fastenunterstützenden Maßnahmen den Faster. Beim Fasten nach Dr. Buchinger/Dr. Lützner werden die Bildung und Folgen saurer Abbauprodukte durch viel Trinken, Bewegung, Kohlenhydrate und basische Valenzen gemindert bzw. kompensiert. Viel trinken fördert die Ausscheidung von Säuren (Bspw. Ketosäuren) über den Urin, was einer sog. Fastenazidose vorbeugt.

  1. Ist Fasten gefährlich?

Nein, es ist ein ganz und gar natürlicher Vorgang. Unsere Vorfahren waren schon mit der Fähigkeit ausgestattet, lange Zeit ohne Essen auszukommen und sich aus körpereigenen Depots zu bedienen. Diese Fähigkeit ist uns Menschen geblieben. Bei akuten Krankheiten verzichten Betroffene quasi automatisch auf Essen, um Körper und Immunsystem zu entlasten. Wichtig beim „Fasten für Gesunde“ ist, dass man gesund und nicht auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen ist und in Zweifelsfällen vorher mit dem Hausarzt spricht.

  1. Wird beim Fasten wirklich kein Hunger empfunden?

Wenn eine Fastenkur richtig praktiziert wird, schaltet der Körper in den sog. Fastenstoffwechsel um, mit der Folge dass das Hungergefühl unterdrückt wird: Freie Fettsäuren fluten im Blut an, Blutzuckerschwankungen ebnen ab, die Verdauungs- und Darmaktivität kommen zur Ruhe. Bei bestehendem Hungergefühl kann eine Reinigung des Darmes von Verdauungsresten helfen, den Verdauungsstoffwechsel schneller umzuschalten auf Verwertung der Energiereserven - Ernährung von Innen. Dadurch verschwindet der Hunger bis keine neue Nahrung aufgenommen wird.

  1. Werden beim Fasten Muskeln abgebaut?

Nein und Ja. Gebrauchte Muskulatur wird bis zu einem gewissen Grad nicht abgebaut, aktiv trainierte Muskulatur sogar aufgebaut. Umfangreiche Fastenstudien aus Berlin bestätigen, dass sogar die Muskelkraft zunehmen kann, bei entsprechend praktizierter Fastenmethode. Nicht gebrauchte Muskeln werden abgebaut - immer - beim Fasten genauso wie bei voller Verpflegung. Konsequenz: a l l e Muskeln benutzen / trainieren - täglich! Besonders beim Fasten, weil die Tendenz zum Abbau größer ist als unter "Normalbedingungen". Dabei begrüßen wir, wenn im Fasten z.B. Fetteinlagerungen in der Muskulatur (auch "Schlacken") verstärkt abgebaut werden, während aktiv tätige Muskelfasern aufgebaut werden. Dies könnte man Gesundung und "Entschlackung" nennen.

  1. Verursacht Fasten eine Übersäuerung (Azidose)?

Wenn man während des Fastens die Ausscheidungsprodukte z.B. den Urin testet, stellt man fest, dass dieser deutlich saurer ist als zu anderen Zeiten, in denen nicht gefastet wird. Die Körperflüssigkeiten bleiben neutral, solange nach Buchinger gefastet (s.o.) und ausreichend Flüssigkeit zugeführt wird. Eine Fastenazidose war bei Nulldiät häufig zu beobachten, nicht aber beim richtig durchgeführtem Buchingerfasten.

  1. Was ist unter "entschlacken" zu verstehen?

Mit den Worten "verschlacken" und "entschlacken" versteht der Volksmund die Tatsache, dass nicht alles, was der Mensch aufnimmt oder im Körper produziert wird, gebraucht/verstoffwechselt wird und nicht alle "Reste" wieder ausgeschieden werden. Es verbleiben Stoffe im Körper und werden teils auch im Geweben (Etwa Haut, Blut, Bindegewebe) abgelagert, die dort nicht erwünscht sind: z.B. Farbstoffe in der braungrauen Raucherhaut, überflüssige Eiweiße und Fette im Zwischengewebe und überschüssige Fette (z.B. Cholesterin), Hormone (z.B. Insulin) und entzündungsfördernde Stoffe im Blut (z.B. CRP, Interleukine, Adiponektine). Diese Stoffe abzubauen, zu mobilisieren und auszuscheiden gelingt im Fasten mit Hilfe von Flüssigkeit (Trinken), Bewegung, Wärme sowie weiteren Maßnahmen- von Tag zu Tag mehr.

  1. Müssen während des Fastens Vitamin- und Mineralstoffpräparate zugeführt werden?

Nein. Jeder einigermaßen ordentlich ernährte Mensch hat genug Reserven, um für 5 bis 10 Tage voll ernährt zu sein. Der Körper drosselt die Ausscheidung dieser essentiellen Stoffe, zudem werden fettlösliche Vitamine aus den Fettdepots freigesetzt. Gute Frucht- und Gemüsesäfte führen täglich wasserlösliche Vitamine und Mineralstoffe zu.

  1. Wie wichtig ist das Abführen während des Fastens?

Es ist ebenso wichtig wie Atmen und Schlafen, nur geht die Darmreinigung mangels "Nachschubs" nicht von allein und bedarf deshalb der Hilfe. Die Leber entgiftet über die Gallenblase in den Darm. Auch Bakterienreste und andere Zersetzungsprodukte reizen Körper und Immunsystem. Wer nicht nur abnehmen, sondern auch "entschlacken" will, darf weder Trinken noch Abführen vergessen. Die Leitlinien zum Fasten für Gesunde empfehlen mind. jeden zweiten Tag den Dickdarm mithilfe eines Einlaufgerätes zu entleeren. 

  1. Wie viele Tage sollte man höchstens ohne ärztliche Aufsicht fasten?

Für den Erstfaster empfehlen wir maximal 5 reine Tage. Zudem empfehlen wir sich einer geführten Fastengruppe (z.B. ärztlich geprüfte Fastenleiter der dfa) anzuschließen oder/und sich einen Fastenführer in Buchform zuzulegen. Voraussetzung ist in jedem Fall: Der Fastenwillige sollte gesund und leistungsfähig sein und sollte keine kontrollpflichtigen Medikamente einnehmen. Für das Heilfasten im Sinne einer ärztlich geführten Fastentherapie gelten andere Angaben.

  1. Wie wirken Medikamente während des Fastens?

Durch das Fasten kann die Wirkung zahlreicher Medikamente verändert sein. So ist z.B. die Wirkung von empfängnisverhütenden Präparaten herabgesetzt, Schmerzmittel wirken i.d.R. stärker.

Problemmedikationen für ein Fasten sind:

  • Nicht-steroidale Antirheumatika
  • Systemische Kortikoide
  • Antihypertonika (insbes. Betablocker und Diuretika)
  • Antidiabetika
  • Kontrazeptiva (eingeschränkte Wirkung)
  • Anti-Koagulantien
  • Psychopharmaka (insbes. Neuroleptika und Lithium)
  • Antiepileptika
  1. Hat Fasten den Jojo-Effekt zur Folge?

Wenn der Fastende a) sich im Fasten zuwenig körperlich betätigt und folglich der sog. Grundumsatz stark absinkt (Sparflamme des Stoffwechsels) und b) den Kostaufbau nicht bewusst und sorgfältig macht und c) keinen neuen Lebensstil praktiziert ja. Normalerweise nicht, denn zum "Wie neugeboren durch Fasten" gehört nun mal reichlich tägliche Bewegung und "Richtig essen nach dem Fasten". In Zusammenarbeit mit der Uni Heidelberg und einem Versicherer konnte die Kurpark-Klinik in einer 2-Jahres-Studie an stoffwechselkranken, adipösen Patienten zeigen, dass es selbst bei jahrzehntelang fehlernährten Menschen keinen Jo-Jo-Effekt gibt, wenn nach einem Fasten ein richtiger Kostaufbau und entsprechender Ernährungsschulung durchgeführt wurde.

  1. Wer kann alleine fasten?

Jeder, der gesund und leistungsfähig ist, keine kontrollpflichtigen Medikamente benötigt und sich zutraut, den Anleitungen zum Fasten diszipliniert zu folgen, kann alleine fasten. Fasten in der Gruppe und außerhalb des -beruflichen- Alltags führt in der Regel zu positiveren Fastenerfahrungen.

  1. Was versteht man unter "Therapeutischem Fasten"?

Unter "Therapeutischem Fasten" versteht man naturmedizinische Heilmethoden, die wissenschaftlich belegt und medizinisch anerkannt sind, aber eben nur in speziell dafür eingerichteten Kliniken (s.o.) durchgeführt werden dürfen. Weitere Informationen bietet die Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung an unter  www.aerztegesellschaft-heilfasten.de

  1. Wie finde ich einen Fastenarzt?

Ein Arzt kann und darf durch´s Fasten nur führen, wenn er/sie selbst Fastenerfahrung hat; leider hat er/sie dies an der Universität nicht gelernt. Die Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung bietet entsprechende Weiterbildungen für Ärzte an und informiert über erfahrene Fastenärzte und -kliniken. Weitere Adressen finden Sie im Buch "Wie neugeboren durch Fasten" oder unter www.fastenfuergesunde.de . Oder fragen Sie Ihre Ärztin oder Arzt.

Quelle: Deutsche Fastenakademie (dfa) und Ärztegesellschaft Heilfasten & Ernährung

 

Kontakt:

S&P Fastenkultur UG (haftungsbeschränkt)

Solvej Ziegler

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E-Mail: info@fastenkultur.de

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